Löwenpfade (“Felsenrunde”)

Es gibt 15 verschiedene Löwenpfade die zwischen 3 und 17 Kilometer lang sind. Wir haben uns für die Felsenrunde entschieden, da wir gelesen haben, dass diese Wanderung 2018 vom Wandermagazin als zweitschönste Wanderung Deutschlands gewählt wurde.

Gestartet sind wir (Dennis und ich) in Bad Überkingen an der Autalhalle. Dort haben wir auch unser Auto geparkt (kostenlos). Der gesamte Wanderweg ist durchgehend sehr gut ausgeschildert. Es handelt sich bei der Felsenrunde um einen Rundwanderweg. Ausgeschrieben ist der reine Rundweg mit 13,3 km. Bis wir vom Parkplatz auf den Hauptwanderweg gelangen, folgen wir dem Schild Löwenpfade (Zuweg) und danach Löwenpfade (Felsenrunde).

Nach kurzer Zeit erreichen wir den Hauptwanderweg der unterhalb der Hauserner Wand (dies ist eine Felswand im oberen Filstal, die vermutlich durch einen Bergrutsch am Ende der letzten Eiszeit entstanden ist). Von da ab geht es dann durch einen Buchenwald recht steil in Serpentinen hoch hinauf auf die Albhochfläche des Michelbergs. Dort verlassen wir den Wald und werden kurz darauf schon mit einer atemberaubenden Aussicht vom Jungfrauenfels aus ins Filstal belohnt.

Weiter führt der Weg entlang der Traufkante der Hausener Wand zum Hausener Eck. Auf dem Weg bis zum Hausener Eck gibt es immer wieder tolle Aussichtspunkte, die uns nicht mehr aus dem staunen rausbringen. Vom Hausener Eck aus, hat man einen schönen Blick auf das obere Filstal und den Weigoldsberg. Wer Schwindelfreiheit und Trittsicherheit mit sich bringt, der sollte unbedingt auf die Felszinnen “klettern”. Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Hier gibt es auch mehrere Bänke zum rasten und sogar eine Grill/Feuerstelle.

Weiter führt der Weg uns durch Felder und Wald, zum Aussichtspunkt Sandgrube an den höchsten Punkt der Tour (751 Meter). Wenn man Glück hat und eine klare Sicht dann reicht der Blick sogar bis zu den Alpen. Danach geht es weiter durch das kleine Örtchen Oberböhringen, hier ist ein guter Zeitpunkt, um eine Pause einzulegen, um etwas zu essen oder sich mit einem kühlen Getränk zu erfrischen. http://gasthaus-hirsch-oberboehringen.de.

Nach der Rast führt uns der Weg an einer Golfplatzanlage vorbei zum Ramfels. Von dort aus können wir die Drei Kaiserberge (Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen) bestaunen.

Weiter geht es talabwärts durch den Wald bis zum Dreimännersitz, dies ist eine Schutzhütte am Michelberg. Von dort aus haben wir einen Blick auf Geislingen an der Steige und noch auf so viel schönes mehr. Dort befinden sich auch wieder Sitzgelegenheiten, eine Feuerstelle und eine Liegeschaukel aus Holz.

Danach laufen wir durch den Wald bergab, an schönen Blumenwiesen sowie Obstbäumen und an einem Schaafgehege vorbei. Plötzlich stehen wir wie aus dem nichts vor dem Schillertempel. Vor über 200 Jahren starb Friedrich Schiller. Er hat weder in der Gemeinde Bad Überkingen gelebt noch gewirkt. Aber dennoch wird er hier geehrt. 100 Jahre nach Schiller´s Tod hat der damalige Eigentümer der Überkinger Brunnen- und Badebetriebes das Gebäude, dass in Stuttgart aufgebaut war von Bad Überkinger Zimmerleuten abbauen lassen und hier an diesem Platz in Bad Überkingen wieder errichten lassen. Das Schild Privatgrundstück schreckt im ersten Moment ab an den Schillertempel heranzutreten.

Im Dach vom Schillertempel steht ein schönes Zitat “Aus den Wolken muss es fallen, aus der Götter Schoß das Glück, und der mächtigste von allen Herrschern ist der Augenblick”

So nun heißt es Endspurt, nicht mehr weit und wir sind wieder am Startpunkt der Tour angelangt, aber vorher geht es nochmal ein kurzes Stücken steiler hinauf bis wir es geschafft haben.

Fazit: Die Felsenrunde ist eine sehr schöne Tour und wird dem Namen ” Zweit schönster Wanderweg 2018″ gerecht. Die Aussicht der Tour ist wunderschön und ich bin am Anfang gar nicht aus dem stauen herausgekommen und konnte mich gar nicht an den Ausblicken satt sehen. Die Tour eignet sich auch an warmen Sommertagen zu laufen, da der Weg aus vielen Wald Passagen besteht. Abwechslungsreicher Bodenbelag Asphalt, Schotter, Waldboden, Wiese. Am ganzen Wanderweg entlang verteilt gibt es immer wieder Sitzmöglichkeiten, sogar auch einige Feuerstellen an denen gegrillt werden kann. Nur sollte jeder seinen Müll wieder mitnehmen oder in die vorhandenen Mülleimer werfen, von denen es ausreichend gibt. Manche Feuerstellen sahen katastrophal aus.

Hier die Koordinaten zu unserem Übernachtungsplatz, falls Du auch mit einem Dachzelt unterwegs bist. N 48° 362 1" E 9° 49 19″

Wenn Du hier parken oder übernachtest solltest, dann empfehle ich Dir noch einen kurzen Abstecher zum Ostlandkreuz zu machen. Ist ca 1 km vom Parkplatz entfernt. Nach 0,5 km kommt der Wanderparkplatz Ostlandkreuz und von dort sind es dann auch nur noch ca. 0,5 km bis zum Ostlandkreuz. Auf dem Weg gibt es noch einige schöne Aussichtspunkte und einen Grillplatz. Vom Ostlandkreuz aus hat man einen schönen Ausblick auf Geislingen an der Steige.

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